Strompreise runter statt Dividende kassieren –SPÖ nimmt Bürgermeister Rabl in die Pflicht
Wels Strom GmbH gehört zu den teuersten Stromanbietern in ganz Österreich. SPÖ-Sams fordert Bürgermeister Rabl auf, den Strompreis für die Welserinnen und Welser zu senken. SPÖ-Energiesprecher Schroll kritisiert FPÖ-Kollegen Hammerl.
283 € Mehrkosten für Welserinnen und Welser
- Die Wels Strom GmbH versorgt rund 29.000 Haushalte mit Strom, die allermeisten davon in Wels und Umgebung.
- Der regionale Energieversorger ist über die eww AG zu 51 % im Eigentum der Stadt Wels.
- 2024 erzielte die eww AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 6,6 Millionen Euro, der zur Gänze an die Stadt Wels und deren Holding ausgeschüttet wurde.[1]
- Wer bei Wels Strom seinen Strom bezieht, zahlt für einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.900 kWh 1.031€.
- Damit ist Wels Strom 283 € teurer als der günstigste Tarif (Grünwelt Energie, grünstrom 12), aber auch 130 € teurer als der regionale Energieversorger Energie Ried GmbH oder auch 110 € teurer als ein Tarif der Verbund AG.[2]
SPÖ fordert Strompreis-Senkung
- Der Welser SPÖ-Nationalratsabgeordnete Manfred Sams fordert Bürgermeister Rabl auf, endlich für Entlastung der Welserinnen und Welser zu sorgen: „Bürgermeister Rabl ist Eigentümervertreter und damit direkt für die viel zu hohen Strompreise verantwortlich. Offensichtlich will er mit überteuerten Strompreisen und hohen Dividenden sein Stadtbudget sanieren – auf dem Rücken der Stromkundinnen und -kunden!“
- Sams fordert eine Preissenkung von 15 auf 8 c/kWh Netto-Arbeitspreis: „Das entlastet einen durchschnittlichen Welser Haushalt sofort um 200 € pro Jahr.“
- Unterstützung für seine Forderung hat sich Sams von Nationalratskollegen Alois Schroll geholt. Der SPÖ-Energiesprecher hat gerade das neue Günstiger-Strom-Gesetz im Nationalrat verhandelt, das mit den Stimmen der Regierung und den Grünen beschlossen wurde.
- Für die FPÖ hat das Gesetz unter anderem der stellvertretende Energiesprecher Paul Hammerl verhandelt, ebenfalls ein Welser. Schroll kritisiert Hammerl dafür, gegen das Gesetz gestimmt zu haben. „Wenn die FPÖ schon auf Bundesebene nicht für günstigen Strom ist, dann kann sie jetzt wenigstens in Wels beweisen, ob sie es mit der Entlastung der Bevölkerung ernst meint!“, so Sams und Schroll.
[1] https://www.evi.gv.at/api/dateien/bmn-scl/anhang/egv5dcg1.r0v , S. 17
[2] https://www.e-control.at/tarifkalkulator#/ (PLZ 4600, 2900 kWh Verbrauch, Netz eww AG, aktueller Tarif Privat Strom Natur 24, Stand 29.12.2025)